Schuhzurichtungen

Schuhzurichtungen

Bei orthopädischen Schuhzurichtungen wird der vorhandene Schuh so gestaltet, dass durch einzeln oder in Kombination vorgenommene Arbeiten, Fußbeschwerden, die die Gehfähigkeit und Gehausdauer einschränken, beseitigt oder gemindert werden. Häufig vorkommende Schuhzurichtungen sind zum Beispiel die Schuherhöhung zum Ausgleich eines Beckenschiefstandes oder Schmetterlingsrollen. Normalerweise entscheidet der Arzt über die Notwendigkeit einer jeweiligen Schuhzurichtung. Daher stellen wir Ihnen exemplarisch häufig verordnete Formen von Schuhzurichtungen vor. Zur besseren Erkennbarkeit wurden leuchtende Farben verwendet. Natürlich sind wir aber bemüht, die Schuhzurichtungen so gut wie möglich "zu verstecken", getreu unserem Motto: Außen Mode, innen Orthopädie!

Bei komplexeren, schmerzhaften Fußerkrankungen bzw. Deformitäten kann eine wirksame Ruhigstellung, Stützung oder Korrektur nicht mehr allein durch eine Einlagenversorgung erreicht werden. Orthopädische Zurichtungen am Konfektionsschuh haben einen größeren Einfluss auf die Schrittabwicklung und werden deshalb verordnet, wenn eine Einlagenversorgung nicht mehr ausreichend ist.

Ziele und Nutzen der Schuhzurichtungen

Vorbeugung von Fußschäden, Behandlung von Fußschmerzen, Funktionsausgleich bei Bewegungseinschränkungen und Beinverkürzungen, sowie kurzfristige gesellschaftliche Wiedereingliederung (Rehabilitation) nach Unfällen, Operationen und anderen akuten Erkrankungen. Dies wird erreicht, indem versucht wird, „den Schuh dem Fuß anzupassen, die Stellung des Fußes im Schuh zu verändern und den Bewegungsablauf zu beeinflussen“.

Orth. Schuhzurichtungen haben je nach Ausführung eine bettende, entlastende, stützende, korrigierende oder funktionsveränderte Funktion.

Ein großer Vorteil von Schuhzurichtungen besteht darin, dass die funktionellen Veränderungen meistens an den vom Patienten ausgesuchten Konfektionsschuhen vorgenommen werden. Die Trageakzeptanz (Compliance) und damit der Therapieerfolg wird dadurch deutlich erhöht. Da außerdem die Zurichtung fest mit dem Schuh verbunden ist, hat der Patient selbst nichts bei der Anwendung zu beachten.

Druckentlastung bestimmter Sohlenabschnitte, Abroll- oder Abwicklungshilfen, Ausgleich von Beinlängendifferenzen, Stabilisierungsmaßnahmen im Sohlenbereich, Änderung im Lotaufbau, Stoßdämpfende Maßnahmen, Veränderungen im Fersenraum des Schuhes, Druckentlastung an Oberleder und Schaft.

Damit sind die Aufgabengebiete der orth. Schuhzurichtungen ebenfalls festgelegt:

  • Durch verschiedene Sohlenrollentypen können schmerzende bzw. entzündete Fußgelenke entlastet oder ruhig gestellt werden.

  • Durch einseitige Absatz- und Sohlenerhöhungen können Beinlängendifferenzen ausgeglichen werden.
  • Durch verschiedene Absatzzurichtungen kann der Fersenauftritt gedämpft, die Standsicherheit erhöht oder das Schuhgelenk stabilisiert werden.

  • Oftmals haben elegante Schuhe nicht genügend Raum für eine Einlage. Durch die feste Einarbeitung von Längs- und Quergewölbestützen kann jedoch bei Schuhen, die für Einlagen ungeeignet sind, die Versorgung fortgesetzt werden.

  • Bei Achillessehnenreizungen können durch eine Schaftumarbeitung und einer beidseitigen Absatzerhöhung lokale Reizungen verhindert werden.



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26. Januar 2018
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